Microsoft Edge im Vergleich: Windows 10-Browser vs. Chrome & Firefox

30.07.2015


 * Schnell genug
 * Peppige Optionen
 * Google Chrome ist intuitiver, aber weniger kreativ
 * Zahmer Mozilla Firefox
 * Fazit


Windows 10 ist erschienen und mit dem Betriebssystem gibt es auch den neuen Browser "Microsoft Edge". Ihr sollt mit ihm leichter teilen, lesen, suchen und Dinge erledigen können. Das schreibt jedenfalls Microsoft. 

Vorweg gesagt: Der beste Browser ist nicht einfach ermittelbar. Ihr könnt je nach Vorliebe Gradmesser wie Schnelligkeit, Optionsvielfalt oder intuitive Handhabung als unterschiedlich wichtig einstufen. Am Ende entscheidet ihr, welcher Browser für euch der beste ist.


 Schnell genug


Der neue Browser von Windows 10 ist gefühlt recht flott, auch wenn die Benchmark-Ergebnisse anderes vermuten lassen. Der Seitenaufbau geht ebenso schnell vonstatten wie das Öffnen von Tabs. Wollt ihr Favoriten speichern, ist jedoch mehr als ein Klick nötig. Ist das Sternchensymbol erst aktiviert, muss noch zwischen Favoriten und Leseleiste unterschieden werden. Schaltet ihr die Favoritenleiste unter dem URL-Fenster ein, lassen sich die Webseiten nicht per Drag-and-drop hineinziehen - das ist echt schade.

| Benchmark-Ergebnisse mit Peacekeeper
| Microsoft Edge | Google Chrome | Mozilla Firefox
| 2.500 Punkte   | 4.029 Punkte  | 4.621 Punkte
| 2.503 Punkte   | 2.024 Punkte  | 4.529 Punkte
| 2.507 Punkte   | 4.047 Punkte  | 4.565 Punkte


 Peppige Optionen


Spielerisch ist die Funktion "Webseitennotiz". Ist sie aktiviert, lassen sich Textfenster in das aktuelle Browserbild integrieren. Ihr könnt auch mit virtuellen Stiften hineinmalen und -schreiben. Eure fertig bearbeiteten Webseiten schickt ihr dann etwa Kollegen oder Freunden zu. Hierzu bietet Microsoft Edge einen "Teilen"-Knopf gleich daneben - über E-Mail und OneNote verschickt ihr alles. Diese Option ist kreativ und funktioniert im Test sehr gut.

Microsoft weist auch der Sprachassistentin Cortana eine Rolle im neuen Browser zu. Markiert ihr einen Begriff auf einer Webseite und macht einen Rechtsklick, fragt ihr Cortana nach mehr Infomationen. Diese erscheinen dann in einer Spalte rechts im Browser. Erfahrt auf netzwelt, wie ihr Cortana nutzt.


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 Google Chrome ist intuitiver, aber weniger kreativ


Konkurrent Google Chrome (zum Download) sieht im Vergleich dezenter aus. Übersichtlicher gestaltet sich im Test die Kontrollzentrale des Browsers. Während hier alle Optionen zur Verfügung stehen, benötigt Microsoft Edge zusätzlich noch das "Hub"-Schaltfeld.

Favoriten lassen sich hier zudem einfach in die Favoritenleiste ziehen, per Drag-and-Drop. Ein klarer Vorteil gegenüber Microsoft Edge. Die Favoritenverwaltung funktioniert hier intuitiver als beim Microsoft-Browser. 

Auch mit Google Chrome navigiert ihr euch schnell durchs Netz. Im Test fällt kein wesentlicher Geschwindigkeitsunterschied im Vergleich zu Microsoft Edge auf. Dies mag kaum als Entscheidungskriterium zwischen den beiden Browsern durchgehen. 


 Zahmer Mozilla Firefox


Optisch hat Mozilla Firefox (zum Download) den weichsten Look. Geschwungene Linien der Tabs wirken angenehm, sind jedoch Geschmackssache. Im rechts-oben liegenden Bereich gibt es im Vergleich zu Edge und Chrome deutlich mehr Menüpunkte, etwa Favoritenverwaltung, eine Anzeige aktueller Downloads oder ein Feld, das Leser wieder zur Startseite führt.

Wie Microsoft Edge bietet Firefox auch spezielle Funktionen an. So gibt es die Möglichkeit, über die Option "Pocket" zum Beispiel Videos und Webseiten zu speichern und etwa mit dem Smartphone wieder aufzurufen. Weiterhin bietet Mozillas Browser den integrierten Video-Messenger "Firefox Hello".


 Fazit


Microsoft Edge ist ein passabler Browser für den Alltag und gefällt uns besser als der Internet Explorer. Edge bietet grundlegende Funktionen, und kreatives Beiwerk wie die Webseitennotiz oder den Teilen-Knopf. Diese gefallen im Test. Google Chrome und Mozilla Firefox erweisen sich jedoch teilweise als intuitiver in puncto Handhabung. Gefühlt schnell sind alle Browser, auch wenn die Benchmark-Ergebnisse deutliche Unterschiede aufzeigen.


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Quelle: http://www.netzwelt.de/news/153838-microsoft-edge-vergleich-windows-10-browser-vs-chrome-firefox.html
